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Ziegenpeter

Informationen und Hilfe rund um das Thema Mumps.

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Ziegenpeter

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Ziegenpeter bei Kindern meist harmlos.

Mumps virus, negative stained TEM 8758 lores
Zie­gen­pe­ter
Foto: Wiki­me­dia Commons/Unbekannt
Zie­gen­pe­ter gehört im wei­tes­ten Sin­ne zu den Kin­der­krank­hei­ten, tritt jedoch auch immer wie­der beim Erwach­se­nen auf. Wäh­rend Kin­der die Virus­er­kran­kung meist pro­blem­los über­ste­hen, kann es bei erwach­se­nen Men­schen zu Kom­pli­ka­tio­nen kom­men. Das Leit­sym­ptom von Zie­gen­pe­ter (Mumps) sind stark ange­schwol­le­ne Wan­gen, im Volks­mund auch Hams­ter­ba­cken genannt. Die Schwel­lung kommt von einer Ent­zün­dung der Ohr­spei­chel­drü­sen, die für den Pati­en­ten enorm stö­rend und schmerz­haft ist. Neben der Wan­gen­schwel­lung lei­den Pati­en­ten mit Zie­gen­pe­ter an Fie­ber, Unwohl­sein, Kopf- und Glie­der­schmer­zen sowie all­ge­mei­nen Erkäl­tungs­sym­pto­men. Die Behand­lung erfolgt sys­te­ma­tisch, da es für Virus­er­kran­kun­gen kein all­ge­mein wirk­sa­mes Medi­ka­ment gibt und Anti­bio­ti­ka kei­ne Funk­ti­on haben. In Deutsch­land tritt Mumps bei Kin­dern in der Regel nicht auf, da hier bereits im Säug­lings­al­ter eine Immu­ni­sie­rung mit einem Impf­se­rum durch­ge­führt wird.

Ansteckungsgefahr bei Ziegenpeter besonders in Ballungszentren.

Auch wenn nahe­zu alle Kin­der in Deutsch­land gegen Mumps geimpft sind, besteht theo­re­tisch das Risi­ko einer Infek­ti­on und der Kon­takt zu nach­weis­lich erkrank­ten Men­schen soll­te zur Vor­beu­gung ver­mie­den wer­den. Da die Anste­ckungs­ge­fahr schon eine Woche vor Aus­bruch der Sym­pto­me gege­ben ist, lässt sich der Kon­takt zu Pati­en­ten mit Mumps nicht immer ver­mei­den, bei bestehen­dem Impf­schutz ist das Risi­ko einer Infek­ti­on aber sehr gering. Bricht Zie­gen­pe­ter trotz Imp­fung aus, ist das Risi­ko von Kom­pli­ka­tio­nen deut­lich gerin­ger als bei unge­impf­ten Pati­en­ten. Die Dia­gno­se von Mumps ist meist schon auf den ers­ten Blick mög­lich, da die typi­sche Schwel­lung ein­deu­tig erkenn­bar ist. Bestehen auf­grund gerin­ger Schwel­lun­gen Zwei­fel an der Dia­gno­se, kann eine Unter­su­chung des Bluts not­wen­dig sein.

Folgende Impfungen werden häufig vernachlässigt:

Die ers­te Imp­fung erfolgt beim Kind etwa im 11. Lebens­mo­nat, im Alter von 14 Jah­ren ist spä­tes­tens eine Auf­frisch­imp­fung rat­sam. Wäh­rend die ers­te Imp­fung im Rah­men der gewöhn­li­chen Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen meist auto­ma­tisch durch­ge­führt wird, gerät die Auf­fri­schung im Teen­ager­al­ter oft­mals in Ver­ges­sen­heit. Aus die­sem Grund besit­zen vie­le Erwach­se­ne kei­nen aus­rei­chen­den Impf­schutz und haben ein höhe­res Risi­ko an Zie­gen­pe­ter zu erkran­ken. Auch Senio­ren gehö­ren zu den Risi­ko­pa­ti­en­ten, da in deren Kin­des­al­ter die Imp­fung gegen Mumps noch nicht durch­ge­führt wur­de. Es ist jedoch auch bei erwach­se­nen Men­schen mög­lich einen wirk­sa­men Impf­schutz zu errei­chen, wenn eine Erst- sowie eine Zweit­imp­fung im Abstand von einem Jahr gege­ben wird. Kam die zu imp­fen­de Per­son bereits mit den Zie­gen­pe­ter­vi­ren in Kon­takt, kann die Imp­fung den Aus­bruch einer mög­li­cher­wei­se schon über­tra­gen­den Krank­heit nicht mehr verhindern.

Komplikationsrisiko von Ziegenpeter steigt mit dem Alter.

Je älter ein Pati­ent zum Zeit­punkt des Aus­bruchs von Zie­gen­pe­ter ist, umso höher ist das Risi­ko eines kom­pli­zier­ten Ver­laufs. Kin­der machen meist eine weni­ger schwe­re Epi­so­de der Krank­heit durch und gene­sen inner­halb von 20 Tagen ohne Kom­pli­ka­tio­nen. Wäh­rend der Puber­tät besteht bei jun­gen Män­nern das Risi­ko einer Über­tra­gung des Virus auf die Hoden, was im schlimms­ten Fall zur Unfrucht­bar­keit füh­ren kann. Ein wei­te­res, ins­be­son­de­re bei älte­ren Men­schen bestehen­des Risi­ko ist eine Über­tra­gung des Erre­gers aufs Gehirn. In die­sem Fall ent­wi­ckelt sich aus der Mumps­er­kran­kung schnell eine Hirn­haut­ent­zün­dung die sta­tio­när in der Kli­nik behan­delt wer­den muss. Tre­ten Sym­pto­me wie hohes Fie­ber und Nacken­stei­fe auf, muss sofort der nächs­ter­reich­ba­re Arzt kon­tak­tiert wer­den. Pati­en­ten mit einem ohne­hin geschwäch­ten Immun­sys­tem wer­den in der Regel ohne­hin sta­tio­när behan­delt, um Kom­pli­ka­tio­nen so weit wie mög­lich zu unterbinden.

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